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Katharina Zenhäusern (1919-2014)

Die Walliserin Katharina Zenhäusern und 32 weitere Frauen stimmen 1957 an der Urne über die Zivilschutzpflicht für Frauen ab. Da den Schweizer Frauen die politischen Rechte noch immer vorenthalten werden, handelt es sich um einen Akt des zivilen Ungehorsams. Die Protestaktion in Unterbäch erregt Aufmerksamkeit über die Landesgrenzen hinaus. Quelle: EKF, Eidgenössische Kommission für Frauenfragen […]

Iris von Roten (1917-1990)

Die Juristin und Autorin Iris von Roten liefert 1958 in ihrem Buch Frauen im Laufgitter eine eindrückliche Analyse der Situation der Frauen in der Schweiz. Schonungslos legt sie die Machtverhältnisse der patriarchalen Gesellschaft und die Unterdrückung der Frauen offen. Für diese Direktheit wird sie zu Lebzeiten kritisiert und diffamiert. Heute gilt ihr Buch als feministisches […]

Antoinette Quinche (1896-1979)

Antoinette Quinche ist die erste promovierte Juristin und Anwältin im Kanton Waadt und eine prägende Persönlichkeit der kantonalen und nationalen Frauenstimmrechtsvereine. 1957 geht sie für das Frauenstimm- und -wahlrecht bis vor Bundesgericht. Die Beschwerde wird abgelehnt, aber in ihrem Heimatkanton trägt die jahrzehntelange Arbeit Früchte: 1959 führt die Waadt als erster Kanton das Frauenstimmrecht in […]

Elsa Franconi-Poretti (1895-1995)

Die Journalistin, Autorin und Schauspielerin Elsa Franconi-Poretti lebt lange Zeit in Paris. 1955 kehrt sie in die Schweiz zurück und engagiert sich insbesondere für die politischen Rechte der Frauen. 1971 wird sie – mit 75 Jahren – als eine der ersten Frauen in den Tessiner Grossrat gewählt; dort hält sie als erste Frau überhaupt eine […]

Emilie Gourd (1879-1946)

«L’Idée marche!» Aus dieser Parole von Emilie Gourd spricht die Überzeugung, mit der sich die Genferin dem Kampf für Frauenrechte widmet. Mit viel Leidenschaft, journalistischem Talent, reger Reisetätigkeit und als hervorragende Vermittlerin treibt sie die Verbreitung dieser «Idee» voran. Die Frauenrechtlerin engagiert sich in kantonalen, nationalen und internationalen Frauenstimmrechtsvereinen, gründet eine feministische Zeitschrift, fordert bessere […]

Rosa Bloch-Bollag (1880 – 1922)

Die «rote Rosa» ist gleichermassen angesehen wie verhasst. Denn mit ihrem rhetorischen Talent und ihrer erfolgreichen Agitation gehört Rosa Bloch-Bollag zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu den herausragenden Figuren der Schweize-rischen ArbeiterInnenbewegung. Wahrscheinlich ist es auch ihr zuzuschreiben, dass die Arbeiterschaft während des Landesstreiks 1918 das Frauenstimm- und -wahlrecht fordert.  Quelle: EKF, Eidgenössische Kommission für […]

Meta von Salis-Marschlins (1855 – 1929)

Meta von Salis-Marschlins entstammt einer Bündner Adelsfamilie. Schon früh ist ihr das auferlegte gesellschaftliche Korsett zu eng; sie lehnt die «spezifisch weibliche Arbeitsdomäne» ab. Gegen Widerstände erlernt sie einen Beruf und promoviert als erste Historikerin der Schweiz. Darüber hinaus fordert sie als erste Frau in der Deutschschweiz öffentlich das Stimm- und Wahlrecht für Frauen.  Quelle: […]

Emilie Kempin-Spyri (1853 – 1901)

Emilie Kempin-Spyri promoviert und habilitiert als erste Schweizer Juristin. Als Frau wird sie jedoch nicht als Anwältin zugelassen. Sie wehrt sich und beruft sich auf die Rechtsgleichheit in der Verfassung. Dass sie diesen Rechtsgrundsatz auch auf Frauen anwendet, beurteilt das Bundesgericht als «ebenso neu als kühn» und weist die Beschwerde ab. So wandert die Juristin […]

Marie Goegg-Pouchoulin (1826 – 1899)

Marie Goegg-Pouchoulin gründet 1868 die erste Frauenrechtsorganisation in der Schweiz, die Association internationale des femmes. Dieser Verein strebt die umfassende Gleichberechtigung der Frauen an. Herausragendes Merkmal der Association ist die internationale Vernetzung. Aber die Genferin ist noch in weiterer Hinsicht eine Pionierin: Sie gründet 1869 Le journal des femmes, die erste feministische Zeitschrift der Schweiz. […]